Es spricht die Rechts-Anwältin

Inzwischen hat sich die erste Rechts-Anwältin im Verfahren gegen Beate Zschäpe und ihre mutmaßlichen Unterstützer zu Wort gemeldet. Es ist Nicole Schneiders aus Rastatt. Sie vertritt den früheren NPD-Funktionär Ralf Wohlleben und schreibt (Hervorhebungen im Original):

“Presseerklärung in dem Verfahren Ralf W. vom 14.12.2011

Aufgrund des großen Medieninteresses und der Vielzahl an Presseanfragen, sieht sich die Verteidigung des Herrn Ralf W. gehalten nachfolgende Presserklärung abzugeben.

Es ist nicht die Aufgabe der Verteidigung, das Informationsinteresse der Öffentlichkeit zu befriedigen. Die Verteidigung hat sicherzustellen, dass dem Mandanten ein rechtstaatliches und faires Verfahren zuteil wird. Auf diesem Weg darf sich die Verteidigung auch nicht durch die Öffentlichkeit oder die Medien unter Druck setzen lassen.

Aufgrund der bislang sehr beschränkt gewährten Akteneinsicht, hat die Verteidigung Herrn W. zunächst angeraten zu den Vorwürfen zu schweigen (§ 136 StPO). Erst nach Gewährung der vollständigen Akteneinsicht kann entschieden werden, ob weiter vom Schweigerecht Gebrauch gemacht wird oder ob sich der Mandant zu den Vorwürfen äußern möchte.

§ 43a Abs. 2 BRAO und § 2 Abs. 2 BORA bestimmen, dass sich die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht auf alles bezieht, was dem Rechtsanwalt in Ausübung seines Berufes bekannt geworden ist. Stellungnahmen zu dem aktuell übernommenen Mandat werden daher derzeit nicht erfolgen.

Hinsichtlich der persönlichen Presse-Angriffe gegen die Verteidigerin Nicole Schneiders, wird folgende Stellungnahme abgegeben:

Gemäß § 1 BRAO sehe ich mich als Rechtsanwältin als ein unabhängiges Organ der Rechtspflege ...

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