Stehen Raucher wirklich besser als Behinderte?

Der Behinderte, dessen Behinderung nach Abschluss des Mietvertrages eingetreten ist, kann nach § 554a BGB die Zustimmung des Vermieters nur durchsetzen, wennn sein Begehren höherwertiger ist als die Belange seiner Mietmieter und des Vermieters. Der Raucher soll sich nach der (veröffentlichten) herrschenden Meinung selbstg über ein vorformuliertes Rauchverbot hinwegsetzen können (Derleder, NJW 2007, 812, 814; Paschke, NZM 2008, 265; Horst, MietRB 2008, 188 m.w.N.). Hauptargument: der Mieter soll in seiner Wohnung seine Persönlichkeit frei entfalten - also auch zum Raucher mutieren dürfen!

Dabei verletzt er - wie der Behinderte, der zur behindertengerechten Nutzung eine bauliche Veränderung durchführt - die Bausubstanz. Denn Rauch löst sich nicht vor der Wand in Luft auf und bleibt nicht nur in der Dekoration hängen ...

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