Transplantationsgesetz und Patientenverfügungen: Worum sich der Gesetzgeber wenig schert

Wir haben einen wenig hübschen Fall, in dem wir noch außergerichtlich verhandeln: Ein Patient hat seinen Sohn als Bevollmächtigten benannt, der hat einer Organentnahme noch zu Lebzeiten des schwerstkranken Mannes widersprochen. Nach dessen Tod hat sich die Klinik dann an dessen Frau gewandt und diese hat in die Organentnahme eingewilligt. Nach den Buchstaben des Transplantationsgesetzes scheint das in Ordnungn zu gehen - Sinn macht es keinen. Wieso soll der Bevollmächtigte nach dem Tod nicht mehr zu entscheiden haben, nur weil die Ehefrau (die eben nicht bevollmächtigt worden war) im Rang als Totensorgeberechtigte einen Platz höher steht als der Sohn? Klar - wenn eine gut beratene Vorsorgevollmacht gemacht worden wäre, wäre dieser Problemkreis mitgeregelt worden ...

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