Innung für Orthopädieschuhtechnik Nordrhein-Westfalen: Der Unmut der Mitglieder scheint größer als man dort zugeben will

© Rainer Sturm / pixelio.de

Es scheint ja ganz schön Druck im Kessel zu sein in der Innung für Orthopädieschuhtechnik NRW. Jedenfalls deuten die umfänglichen Stellungnahmen darauf hin, die mir über das Wochenende zugeleitet wurden.

Angefangen hatte es schon vor der Innungsversammlung am 19. November 2011. Zu diesem Zeitpunk hatte sich nämlich schon Franz Claßen aus Köln, Innungsmitglied und Vorsitzender der Interessengemeinschaft für Orthopädieschuhtechnki (IGOS) NRW schriftlich an die übrigen Mitglieder gewandt:

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„An alle Mitglieder

Hiermit sende ich Euch meine aktuelle Bewertung des Innungsvorstandes:

++ Großinnung, deren Zielsetzung auf mich so wirkt, sich gegenüber den Krankenkassen nicht mit gebündelter Kraft durchzusetzen.

++ Verträge werden immer komplizierter: Früher 30 Seiten – heute 300 Seiten

++ Patientenerklärungen verursachen mehr Zeitaufwand als die Herstellung von Produkten

++ Verwaltungsaufwand benötigt mindestens 1/3 meiner gesamten Arbeitszeit

++ Preisgestaltungen bzw. Preiserhöhungen liegen meiner fundierten Kalkulation nach unter der Inflationsrate

++ §128 SGB V: Unzulässige Zusammenarbeit mit Ärzten wird von gewählten Vertretern meinen Beobachtungen gemäß ignoriert. Man spricht von „zulässiger diagnosespezifischer Fachsprechstunde“ – im Klartext: Gespräch zwischen Arzt, Patient, Leistungserbringer muß doch noch ein lohnendes Geschäft sein - selbst bei einer Kopie-Einlage.

++ Erst Zwangszertifizierung durch die Krankenkasse, dann Zwangszertifizierung durch die Innung.

++ Meine Frage: Sind dies die Ausgaben für OSM nach Vorstellungen der Innung

950,–€ Innungsbeitrag (ca. 500.000,– Euro für NRW)

1.500,– Euro Zertifizierungskosten (ohne Zeitaufwand) (ca. 1 Million Euro für NRW)

2.100,–€ für Zertifizierungspunkte (z.B. 8 Punkte für eine Innungsversammlung = 8 Stunden ca. 1 ...

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