Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts erst nach Scheitern einer Umgangspflegschaft

Zwischen den Eltern gab es massiven Streit um das Umgangsrecht. Die Mutter verweigerte beharrlich Kontakte des Kindes zum Vater. Vollstreckungsversuche einer Umgangsregelung scheiterten am massiven Widerstand der Mutter.

Das AG beschloss die Einholung eines Sachverständigengutachtens zur Erziehungsfähigkeit der Mutter

Die abschließende Anhörung des Kindes konnte nicht erfolgen, da die Großmutter dem Richter das Kind entzog

Mit Beschluss vom 21.09.2010 entzog das Amtsgericht - Familiengericht - Zerbst der alleinsorgeberechtigten Kindesmutter daraufhin die elterliche Sorge in den Teilbereichen Aufenthaltsbestimmung, Gesundheitsfürsorge und das Recht zur Stellung von Anträgen auf Gewährung von Sozialleistungen und übertrug diese Teilbereiche dem Jugendamt A. als Ergänzungspfleger.

Zur Begründung führte das Amtsgericht aus, dass die permanente Vereitelung des Umgangsrechts der Tochter mit ihrem Vater durch die Kindesmutter, bei V., die eine emotionale Beziehung zum Vater habe, einen manifesten Interessenkonflikt verursacht habe, dessen ungehinderter Fortbestand zu einer seelischen und auch ggfs. körperlichen Kindeswohlgefährdung führen könne. Da die Kindesmutter wenig Initiative zeige, dieser Gefährdung entgegenzutreten, bisherige Hilfsangebote des Jugendamtes und der Beratungsstellen nicht wahrgenommen worden seien, sich nach den Feststellungen des Jugendamtes sogar bereits Störungen im Bindungsverhalten des Kindes zeigen würden, das Kind sich nach den Ermittlungen des Verfahrensbeistandes aber nicht dem jeglichen Kontakt zum Kindesvater ablehnenden Willen ihrer Mutter widersetzen könne und mit dieser Situation massiv überfordert sei, rechtfertige sich, auch vor dem Hintergrund des besonderen Schutzes der Familie aus Art ...

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