Akura-Prozess: Die Anderen sind schuld

Schuldeinsicht sieht anders aus: Hartmut U. hat in einer ersten Stellungnahme im Prozess um verschwundene Anleger-Gelder bei der Würzburger Akura-Firmengruppe jegliche Verantwortung von sich gewiesen. Er sei lediglich der Vertriebsleiter für die Produkte der Akura gewesen, ließ der 43-jährige Finazkaufmann seinen Verteidiger Norman Jacob erklären. Er sitzt seit über 13 Monaten in Untersuchungshaft. Für die Staatsanwaltschaft war U. im Anklagezeitraum seit Anfang 2006 der faktische Geschäftsführer, der im hintergrund sämtliche Fäden bei der Akura in der Hand hielt. Vorstand der vier Gesellschaften der „Akura Kapital Management“ waren Dieter H. (49) und Sandra S. (48), die zusammen mit U. auf der Anklagebank sitzen. In Wahrheit soll es laut Anklage allein der 43-Jährige gewesen sein, der sämtliche Geschicke der Akura bestimmte und alle Entscheidungen von seiner Zustimmung abhängig machte. Das hat U. jetzt bestritten: Die beiden Mitangeklagten hätten „ihre Tätigkeit als Vorstand ernst genommen“. Er selbst will nur für den Vertrieb zuständig gewesen sein, obwohl er die Mehrheit der Akura-Aktien hielt. Auch den Vorwurf, die Akura sei von Beginn an darauf angelegt gewesen, die Anleger um ihre Einlagen zu bringen, wies U. zurück: „Es wurde investiert und es wurden Gewinne erzielt. Keines der Unternehmen hatte zum Zeitpunkt meiner Verhaftung Zahlungsschwierigkeiten ...

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