AG Köln: Für beleidigende Äußerungen in RTL-Sendung "Die 10 verrücktesten Deutschen" 400,- EUR Geldentschädigung

Die Verletzung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch beleidigende Äußerungen in einem TV-Bericht rechtfertigt eine Geldentschädigung, wenn die Verletzung nicht durch andere Maßnahmen behoben werden kann. Die Aussagen, dass jemand "geil, verrückt und total durchgeknallt" ist, kann im Gesamtkontext als Herabsetzung gewertet werden. Die Geldentschädigung fällt relativ gering aus, wenn der Betroffene selbst durch sein Verhalten massive Kritik der Allgemeinheit hinnehmen muss (AG Köln, Urt. v. 16.11.2011 - Az.: 123 C 260/11).

Es ging um die RTL-Sendung "Die 10 verrücktesten Deutschen". Der Kläger wurde dort an Position 8 genannt.

Der Kläger hatte über einen Zeitraum von mehreren Jahren insgesamt mehr als 10.000 Anzeigen wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten ausgesprochen. Zugleich beobachte er permanent den Straßenverkehr und beschimpfte falsch fahrende oder falsch parkende Personen. In einer Vielzahl der Fälle ließ er sich dabei filmen ...

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