"Aus Angst" die eigene Ehefrau umgebracht

Auch nach dem Gutachten von Psychiater Dr. Detlev Blocher bleibt im Mord-Prozess gegen einen 72-jährigen Rentner aus Reichenberg (Kreis Würzburg) das Motiv weitgehend im Dunkeln. Blocher geht davon aus, dass der Angeklagte im Affekt auf seine 78-jährigen Ehefrau eingestochen und sie anschließend mit einem Hammer erschlagen hat.

Blocher hat dem Schwurgericht empfohlen, von einer eingeschränkten Schuldfähigkeit des 72-Jährigen bei der Tat auszugehen. Das genaue Motiv und den konkreten Auslöser für die blutige Tat hat auch er vom Angeklagten bei seinen zahlreichen Besuchen im Gefängnis nicht erfahren. Offenbar kann sich der 72-Jährige selbst nicht mehr genau daran erinnern. „Aus Angst“ habe er seine Ehefrau umgebracht, sagte er dem Gutachter.

Am Vorabend der Tat hatte er offenbar ein Telefonat mitbekommen, bei dem seine Frau mit einer Bekannten über Besuch sprach, den sie an Weihnachten erwartete. „Das hat bei ihm eine Kette der Angst ausgelöst“, so Blocher. Und dann habe die 78-Jährige in den frühen Morgenstunden des 24. Dezember 2010 „eine Äußerung gemacht, die die Angst noch verstärkt hat“ ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK