Nichts Neues vom BAG zur Kündigung minderjähriger Azubis

Wird die Kündigung eines minderjährigen Auszubildenden in der Probezeit auch an die Eltern als gesetzliche Vertreter zugesandt, ist diese grundsätzlich wirksam. Es reiche dabei aus, dass die Kündigung in den Hausbriefkasten eingeworfen wird, urteilte das Bundesarbeitsgericht (BAG) am Donnerstag, 08.12.2011, in Erfurt (AZ: 6 AZR 354/10).

Der aus Baden-Württemberg stammende Kläger hatte im Alter von 17 Jahren bei der Bundeswehr ab 01.08.2008 eine Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik begonnen. Da er noch minderjährig und damit nur beschränkt geschäftsfähig war, hatten auch seine Eltern als gesetzliche Vertreter den Ausbildungsvertrag mit unterschrieben.

Doch am letzten Tag der dreimonatigen Probezeit sprach der Leiter des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Ellwangen die Kündigung aus. Das Kündigungsschreiben war an den Azubi und seine gesetzlichen Vertreter gerichtet und wurde per Boten noch am selben Tag in den Hausbriefkasten der Familie eingeworfen. Der Azubi leerte den Briefkasten erst zwei Tage später und informierte dann seine verreisten Eltern.

Sie hielten die Kündigung für unwirksam, da diese sie erst nach Ende der Probezeit erreicht habe ...

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