Zum ersten, zum zweiten und zum

Sie wissen wie es weitergeht. Es war wohl DIE Meldung des gestrigen Tages, die zuerst bei Heise erschien: Die Urmann + Collegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH aus Regensburg versteigert offene Forderungen ihrer Mandantschaft im Wert von 90.000.000 €.

Ich glaube es wurde lange keine Meldung so diskutiert wie diese. Aber während sich Kollegen und Betroffene Gedanken über das Warum und die Folgen aus der Versteigerung machen, habe ich mich zudem gefragt:

Dürfen die das?

Und zwar rein aus der datenschutzrechtlichen Sicht.

Was passiert bei einem Verkauf der Forderung?

Den Verkauf von Forderungen nennt man Factoring. Der ursprüngliche Forderungsinhaber tritt die Forderung an einen Dritten ab und bekommt dafür im Gegenzug einen bestimmten Prozentsatz der Summe ausgezahlt. Die Folge der Abtretung ist geregelt in § 398 BGB. Der abtretende (Zedent) verliert die Rechte an der Forderung, in die der annehmende Neugläubiger (Zessionar) eintritt.

Und dann?

Der Zessionar kauft die Forderung ja nicht zum Selbstzweck, sondern um diese dann zu verwerten, sprich einzutreiben. Um dies zu können muss der Zedent dem Zessionar aber auch alle dazugehörigen Unterlagen zur Verfügung stellen, denn sonst könnte dieser die offenen Forderungen ja nicht mehr durchsetzen. Die Informationen, die dabei weitergegeben werden müssen umfassen neben den persönlichen Daten wie Namen und Adresse, auch die Verbindungsdaten des Telekommunikationsanbieters. Alles personenbezogene Daten im Sinne des § 3 I BDSG ...

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