Verschlucken beim Eisessen als Arbeitsunfall?

Das Eisessen ist nicht der unfallversicherungsrechtlich geschützten Tätigkeit zuzurechnen, so dass ein Sich-Verschlucken beim Eisessen keinen Arbeitsunfall darstellt.

In einem jetzt vom Sozialgericht Berlin entschiedenen Fall war der damals 49 jährige Kläger aus Berlin-Reinickendorf als freiwillig versicherter Unternehmensberater tätig. Seinen Angaben nach befand er sich im Mai 2009 auf dem Heimweg von einem Geschäftstermin in Berlin-Mitte, als er sich auf einem U-Bahnhof ein Eis gekauft hat. Beim Einfahren der U-Bahn hat er das letzte Stück – einen hartgefrorenen Brocken – unwillkürlich verschluckt. Es ist in der Speiseröhre hängen geblieben, was blitzartig dumpfe Schmerzen verursacht hat. Wenig später wurde in der Rettungsstelle eines Krankenhauses ein Herzinfarkt festgestellt.

Die beklagte Verwaltungs-Berufsgenossenschaft Berlin lehnte die begehrte Anerkennung eines Arbeitsunfalls ab.

Das Sozialgericht Berlin folgte der Auffassung der Beklagten und wies die im März 2010 erhobene Klage durch Gerichtsbescheid ab ...

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