Kein Nachvergütungsanspruch für Elvis Presley!

Eigener Leitsatz:

Wir berichteten bereits vor wenigen Wochen, dass Herr Rechts- und Fachanwalt Julian N. Modi, LL.M. von Antenne Bayern zu dem Thema der Nachvergütung für die Erben von Elvis Presely interviewt wurde. Sie klagten vor dem LG München, denn in Anbetracht der im Jahre 1990 verlängerten Schutzfrist für Tonaufnahmen von 25 auf 50 Jahre, sei die damalige Entlohnung Presleys zu niedrig angesetzt. Außerdem bestünde aus heutiger Sicht ein auffälliges Missverhältnis zwischen den Verwertungserlösen und der damaligen Beteiligung für den Künstler und demnach ein Nachvergütungsanspruch. Dieser Auffassung erteilten die Münchner Richter jedoch eine Absage, da in dem damaligen Verwertungsvertrag eine solche Nachvergütung explizit ausgeschlossen wurde.

Landgericht München I

Pressemitteilung Nr. 12/11 zum Urteil vom 23.11.2011

Az.: 21 O 25511/10

Während sich viele Menschen nicht einmal zu Lebzeiten �die Butter auf�s Brot verdienen�, verdient ein Michael Jackson selbst nach seinem Tod noch Millionen. �Wie ungerecht ist das denn?� könnte man jetzt empört fragen. Man kann aber auch einfach fragen: Und Elvis? Elvis nicht. Das ist � auf einen kurzen Nenner gebracht � die Antwort der 21. Zivilkammer des Landgerichts München I auf die Frage, ob nicht auch für die posthume Verwertung der Elvis-Aufnahmen in Deutschland noch Geld fließen müsste.

Eine Gesellschaft, in die nach Presleys Tod die Rechte an seinen Tonaufnahmen eingebracht wurden, hatte seine frühere Plattenfirma verklagt. Diese verdient zwar mit den vor 1973 entstandenen Aufnahmen, die immer noch gerne auf CD gepresst und im Rundfunk gespielt werden, nach wie vor gutes Geld. Die Klägerin sieht davon aber nichts. Warum das so ist? Die Plattenfirma hatte mit Elvis Presley im Jahre 1973 � also noch zu dessen Lebzeiten � einen Vertrag geschlossen, mit dem der Künstler mit mehreren Millionen Dollar �ein für allemal� abgefunden wurde ...

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