Facebook weiter im Visier der Datenschützer, des Innenministeriums und nun auch des Bundesverfassungsgerichts

Bundesinnenminister Friedrich droht erneut mit einer Onlineregulierung, wenn Onlinenetzwerke die versprochene Selbstverpflichtung zu datenschutzkonformen Verhalten nicht freiwillig umsetzen.Die Anbieter haben in der Vergangenheit einen freiwilligen Kodex versprochen. Sollte dieser nicht ausreichen, müsse es flankierende gesetzliche Schritte geben, so Friedrich.

Nutzerdaten auf Facebook sind leichte Beute. Wie leicht dokumentiert eine aktuelle Studie (hier als PDF) von Forschern der University der British Columbia in Vancouver: Die Wissenschaftler haben Programme auf das soziale Netzwerk losgelassen, die sich als reale Nutzer ausgaben, um an persönliche Informationen anderer zu kommen. Das Ergebnis ist erschreckend: Von rund 5.000 angeschriebenen Facebook-Nutzern reagierten knapp 1.000. Als direkte "Freunde" kamen die Programme sodann binnen acht Wochen an sämtliche Daten von mehr als einer Million Facebook-Profilen. Tests wie diese und Berichte von Datenschützern über ausufernde Datensammlungen sowie einen schlampigen Umgang mit privaten Profilen ließen auch in Deutschland den Ruf nach schärferer Regulierung lauter werden. Friedrich zog bisher eine Verpflichtung der Branche zur Selbstregulierung vor. Nur für den Fall dass die Branche keine "angemessenen Regelungen" anbiete, seien "flankierende gesetzliche Schritte" denkbar ...

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