Facebook hat es zu spät geMERCKt

Wenn zwei (juristische) Personen Personen den gleichen Namen haben, können Verwechslungen schnell passieren.

Merck, ein Pharmakonzern aus Darmstadt, hatte sich im März 2010 bei Facebook eine Internetseite “www.facebook.com/merck” zur exklusiven Nutzung reservieren lassen. Diese reservierte Facebook-Seite war dann von dem amerikanischen Konkurrenten “Merck & Co” übernommen worden.

Die Namensgleichheit der beiden Konzerne, bei dem es sich um zwei verschiedene Unternehmen handelt, ist auf historische Gründe zurückzuführen. Da Facebook nach ersten Anfragen wenig Entgegenkommen zeigte, zog die deutsche Merck vor ein New Yorker Gericht, um eine Auskunft von Facebook zu erhalten, wie es zu dem Verlust dieser Adresse kam.

Facebook hat sich mittlerweile für die Übertragung der Facebook-Seite der deutschen Merck auf deren amerikanischen Namensvetter Merck & Co entschuldigt. Dies sei aufgrund eines Verwaltungsfehlers geschehen. Die Nutzung der Internetadresse www.facebook.com/merck wird nun durch Facebook unterbunden, bis beide Unternehmen über die Nutzung einig sind (s. Reuters-Bericht).

Die deutsche Merck kann nun rechtliche Schritte einerseits gegen Facebook wegen Vertragsbruchs einleiten, andererseits wäre auch ein Vorgehen gegen die amerikanische Merck aus Namensrechtserwägungen denkbar.

Das Recht der Gleichnamigen, das vor dem Aufkommen des Internets ein Schattendasein fristete, hat mit der Registrierung von Domains durch Unternehmen und Privater Ende der 90er Jahre ein starke Weiterentwicklung erlebt.

Nach deutschem Recht können Ansprüche aus §§ 15, 5 MarkenG oder aus § 12, 1004, 823 BGB bestehen ...

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