Bundestag - Entschließungsantrag zu Kraftstoffen aus Teersanden

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat am 30. November 2011 einen Entschließungsantrag zu Kraftstoffen aus Teersanden in den Deutschen Bundestag eingebracht (BT-Drs. 17/7956). © Gerd Altmann / pixelio.de Der Bundestag soll folgende Feststellungen treffen: "Bei der Gewinnung von Kraftstoffen aus Teersanden wird unter einem extrem hohen Energieaufwand Bitumen („Erdpech“) aus einem Sandgemisch gewaschen. Dieser aufwändige Prozess führt dazu, dass die Treibhausgasbilanz von Kraftstoffen aus Teersanden schlechter ausfällt, als bei konventionell gewonnenem Rohöl. Neben der schlechten Treibhausgasbilanz geht die Förderung von Teersanden auch mit einer erheblichen Wasser-, Boden- und Luftverschmutzung, sowie einer massiven Zerstörung von Wäldern und Mooren einher. Die größten Weltreserven von Teersänden befinden sich in Kanada. In der Provinz Alberta sind für die Gewinnung von Teersanden nach Angaben von Umweltverbänden bereits 80,000 km2 Waldfläche vernichtet worden, was der Größe Schottlands entspricht. Auch in anderen Regionen der Welt, zum Beispiel in Venezuela, Madagaskar, der Republik Kongo und Russland gibt es Teersandprojekte bzw. Pläne, Erdöl aus Teersanden zu fördern. Die schlechte Treibhausgasbilanz von Kraftstoffen aus Teersanden ist gegenwärtig auch Gegenstand der Beratungen in Brüssel zur Umsetzung von Artikel 7a der Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates zur Qualität von Kraftstoffen (2009/30/EG), die seit dem 23. April 2009 in Kraft ist. Artikel 7a der sogenannten Kraftstoffqualitätsrichtlinie verpflichtet die Kraftstoffanbieter in der EU dazu, die Lebenszyklustreibhausgasemissionen der von ihnen gelieferten Kraftstoffe zwischen 2010 und 2020 um 6 Prozent zu senken. Auf diese Weise soll der Treibstoffsektor seinen Beitrag dazu leisten, das Ziel der Europäischen Union zu erfüllen, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20 Prozent zu senken. Die Europäische Kommission hat den nationalen Regierungen am 4 ...Zum vollständigen Artikel

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