LAG Berlin-Brandenburg: Gauner darf “Beute” behalten

Haben sich Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz erschwindelt, kann der Arbeitgeber sie entlassen oder den Arbeitsvertrag anfechten. Bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses müssen sie den vereinbarten Lohn aber zahlen, heißt es in einem kürzlich veröffentlichten Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Berlin-Brandenburg in Berlin (AZ: 15 Sa 980/11).

Im Streitfall hatte der Arbeitgeber die Stelle eines Vertriebsmitarbeiters ausgeschrieben. Als Voraussetzung wurde ein Hochschul- oder ein Fachhochschulabschluss verlangt. Der Bewerber legte ein gefälschtes Diplomzeugnis vor und wurde prompt eingestellt – für ein Nettogehalt von gut 3.200,00 € plus Dienstwagen. Einschließlich Sozialabgaben gab die Arbeitgeberin in nur zwei Monaten insgesamt 12.100,00 € für den neuen Mitarbeiter aus.

Mit der Arbeit war die Arbeitgeberin allerdings nicht zufrieden. Falsch berechnete Angebote, patzige Reaktionen auf Kritik und fehlerhafte Übersetzungen aus dem Englischen – die Leistungen seien „sehr mangelhaft“, wenn nicht „ungenügend“ gewesen ...

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