Pass doch auf du …

Welche mehr oder weniger schmeichelhafte Bezeichnung für einen anderen Menschen Sie an die Stelle der drei Punkte setzen, überlasse ich Ihrer Phantasie. Eines kann ich aber sagen, ich habe das ganz bestimmt schon gehört, am Hauptausgang des Bergedorfer Bahnhofs.

Vor dem Umbau des Bahnhofsvorplatzes gab es dort einen Zebrastreifen und es war gewährleistet, dass man als Fußgänger sicher über den Weidenbaumsweg kam. Das ist jetzt nicht mehr so.

Ursprünglich geplant war diese Zone als Gemeinschaftsstraße, auch als Shared Space bekannt. Das ein solcher Shared Space gut funktionieren kann, hat während der Bauarbeiten der Bereich der Alten Holstenstraße zwischen dem Weidenbaumsweg und der Vierlanden Straße, als sich die Busse und die Fußgänger diesen Bereich geteilt haben. Allen war klar, dass hier Gleichberechtigung herrscht. Hierzu hat sicher auch beigetragen, dass es in diesem Bereich keine wirkliche optische Trennung zwischen Straßen- und Fußgängerbereich gegeben hat. Die Busfahrer sind im Schritttempo gefahren und die Fußgänger haben sich vorgesehen.

Nun hat aber der Hamburger Senat aber alle Gemeinschaftsstraße-Projekte in der Stadt gestoppt. Deshalb konnte der Weidenbaumsweg nicht zu einer solchen umgewidmet werden. Folge daraus ist, dass es sich hier jetzt um einen sogenannten verkehrsberuhigten Geschäftsbereich handelt.

Das Problem: Keiner weiß so richtig wer denn nun “Vorfahrt” hat. Oder sind alle gleichberechtigt? Nein, sind sie nicht. Bei einem verkehrsberuhigten Geschäftsbereich handelt es sich lediglich um eine Verkehrszone mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km/h. Grundsätzlich heißt das also, dass die Autos Vorfahrt haben ...

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