Sex als eheliche Pflicht

Der Kollege Fischer berichtete in seinem Blog (http://rechtsanwalt-andreas-fischer.de/2011/11/30/verweigerung-von-ehelichem-sex-kostet-in-frankreich-10000-euro-schadensersatz/) über ein Urteil aus Frankreich, mit dem ein Ehemann wegen seiner jahrelangen Verweigerungshaltung zu einer Schadensersatzzahlung von 10.000,00 € verurteilt wurde.

Bereits in den 60´er Jahren war “schlechter Sex” Gegenstand einer gerichtlichen Auseinandersetzung, über die der Bundesgerichtshof (BGH) am 02.11.1966 (AZ: IV ZR 239/65) zu urteilen hatte:

Der Ehemann begehrte die Scheidung und trug im Rahmen des Scheidungsverfahrens (damals galt noch das sog. Verschuldensprinzip) vor, “die Zerrüttung der Ehe sei aus der Einstellung der Beklagten zum ehelichen Verkehr entstanden. Sie habe ihm erklärt, sie empfinde nichts beim Geschlechtsverkehr und sei imstande, dabei Zeitung zu lesen; er möge sich selber befriedigen. Der eheliche Verkehr sei eine reine Schweinerei. Sie gebe ihm lieber Geld fürs Bordell. Sie wolle auch nicht mit einem dicken Bauch herumlaufen; mit Kindern wüsste sie gar nichts anzufangen. (…) Die Beklagte habe sich beim ehelichen Verkehr entsprechend verhalten.” Aus diesem Grunde habe er sich später seiner Angestellten “zugewandt”. Zum letzten Verkehr mit seiner Frau sei es elf Jahre vorher gekommen. Die Zerrüttung der Ehe sei damit vor allem seiner Frau zuzuschreiben ...

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