Guter Versuch - hat aber nicht geklappt!

Kollege Blaufelder berichtet von einer Entscheidung des BAG ( 2 AZR 355/10 ), in welcher nicht nur entschieden wurde, dass Nazivergleiche gegenüber Vorgesetzten und Kollegen durchaus eine Form der Beleidigung sein kann, die eine außerordentliche Kündigung rechtfertigt; dies nicht zuletzt auch deswegen, weil auf diese Weise nicht nur der jeweilige Kollege durch das Gleichstellen mit eventuellen Methoden des NS-Terrorregimes übelst beleidigt wird, sondern auch deswegen, weil auf diese Weise die Verbrechen des NS-Staates verharmlost werden. (siehe auch hier: http://www.kanzlei-blaufelder.com/kundigung-trotz-nazi-vergleich-unwirksam/ )

In der konkreten Sache ließen die Richter in Erfurt die Kündigung dennoch nicht durchgehen, weil das Arbeitsverhältnis in den 26 Jahren davor absolut beanstandungsfrei war.

Das ist bis hierher nicht so übermäßig spektakulär. Bei einer außerordentlichen Kündigung wird stets eine Interessenabwägung vorgenommen, um festzustellen, ob die Kündigung wirklich das letzte zur Verfügung stehende Mittel war und ob der Vorfall an sich derart schlimm war, dass dem Arbeitgeber eine Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers nicht mehr zuzumuten ist ...

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