Zeugnisdatum

Wagnerianische Ausmaße hat es, das Arbeitszeugnis. Es war ja grade erst Thema hier, dass desinteressierte und motivationslose Mitarbeiter ihre Zeugnisse nicht korrigiert kriegen, auch wenn ihre negativsten Eigenschaften da nur in ihren eigenen Augen drinstehen

Härter noch ist der Kampf um das Zeugnisdatum. Ich will das endlich mal höchstrichterlich wissen. Ja, und ich lasse mich belehren. Ungern. Ich habe nämlich auch eine Meinung, und die fängt an, mit „…jetzt ist aber Schluss!…“

Zum x-ten Mal dieses Jahr schickt hier einer (seien wir höflich: Ein Kollege; macht auch nur seinen Job) das ganze Arbeitszeugnis im Original zurück. Das Zeugnis trage das „falsche Datum“ und sei zu korrigieren.

Falsches Datum, hä? Falsche Daten gibt es viele. Den 31. November. Den 30. Februar. Den 5. Oktober 1582. Diese Daten haben gemeinsam, dass es sie einfach nicht gibt. Deshalb sind sie sicher „falsch“.

Hier lautete das Zeugnis auf den 15. April 2011. Ich habe nachgesehen: Das Datum gibt es, keine Kalenderreform.

Aber es gibt die unausrottbare Meinung, dass Zeugnisse auf das „Datum des Ausscheidens“ lauten müssten.

Das war hier der 31.3.2011 ...

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