Sex u(a)/o Scandal Sells

Sex und(and)/oder(or) Scandal Sells.

Alte Regel.

Je mehr Trommelwirbel, umso mehr Aufmerksamkeit, umso besser die Verkaufszahlen. Zeitungen wissen das. Marktschreier seit alter Zeit eh. Das Prinzip funktioniert, solange es gepaart wird mit kleinen schmutzigen oder sonstigen Details, mit denen die Feder die Neugier auf noch mehr Einzelheiten , ja eben an der einen oder anderen Triebfeder des Menschen kitzelt. Neugier, Sensationslust, mit welcher geschickt manipulierende Protagonisten so umzugehen verstehen, dass sie – auch wenn sie eigentlich selbst grade am Pranger stehen – noch Geld daraus zu machen verstehen. Weil die Menge drumherum sich kuschelig wohl dabei fühlt und Buch und sicher auch noch Film verschlingt, ohne Einsatz wenigstens eines gewissen Maßes an Ernährungskompetenz für den eigenen Konsum nicht nur bei Lebensmitteln. Die Menschenmenge, die ihre Zeit und Aufmerksamkeit am Marktplatz von Skandalen verbringt, solange sie nicht merkt, dass sie sich dafür auch noch einspannen und Geld aus der Tasche hat ziehen lassen – das nicht einmal Lehrgeld im besten Sinne wird. Doppelt und dreifach sogar Geld aus der Tasche ziehen lässt. Ohne hinzuzulernen. Der Nervenkitzel der Neugier und der Sensationslust überdeckt es so bequem, die eigene Konsumbereitschaft kritisch zu hinterfragen. Und schlicht auf den Konsum solcher Luftnummern zu verzichten. Weniger ist mehr. Und vielleicht ist das – zu recht? nicht unverdient? – das dann auch folgerichtig der einzige Nervenkitzel, der denen bleiben wird, die es nicht langsam auch erfassen, was sie inzwischen unfassbarer als vorher (emp)finden ...

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