Psyche Erkrankung in der Restschuld-Versicherung

Das Landgericht Köln hat mit Urteil vom 16. Februar 2011 entschieden (Az.: 23 O 35/10), dass es bei der Beurteilung der Frage, ob ein Restschuld-Versicherer im Leistungsfall eine Klausel anwenden darf, die psychische Leiden vom Versicherungsschutz ausschließt, entscheidend auf die Ursache der psychischen Erkrankung ankommt. Im Januar 2005 hatte die Klägerin bei dem beklagten Versicherer im Zusammenhang mit der Aufnahme eines Darlehens eine Restschuld-Versicherung abgeschlossen. Der Versicherer sollte leisten, wenn die Versicherte während der Kreditlaufzeit vorübergehend arbeitsunfähig erkrankte. Vom Versicherungsschutz ausgeschlossen war jedoch ausdrücklich eine Arbeitsunfähigkeit wegen einer psychischen Erkrankung. Bei der Klägerin wurde im April 2007 Krebs diagnostiziert. Deswegen wurde sie bis zum September des Jahres krankgeschrieben. Während dieser Zeit erhielt sie Leistungen aus der Restschuld-Versicherung. Im Anschluss an die Akutbehandlung sollte die Frau bis voraussichtlich 2012 medikamentös weiterbehandelt werden. Das verabreichte Medikament verursachte jedoch auf Dauer schwere Depressionen, die zu einer erneuten Krankschreibung der Klägerin führten. Als die Frau erneut ihren Restschuld-Versicherer in Anspruch nehmen wollte, verweigerte ihr dieser die Gefolgschaft. Zur Begründung berief sich der Versicherer auf den bedingungsgemäßen Leistungsausschluss wegen psychischer Erkrankungen. Das von der Versicherten angerufene Kölner Landgericht gab ihrer Leistungsklage in vollem Umfang statt ...Zum vollständigen Artikel


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