Aufforsten untersagt

Das Verwaltungsgericht Würzburg hat die Klage eines Grundstücks-Eigentümers aus Burkardroth abgewiesen, der eine Aufforstungs-Erlaubnis für ein Stück Wiese bei Stangenroth auf juristischem Weg durchsetzen wollte. Die 1.800 Quadratmeter große Parzelle - ein FFH-Lebensraum Typ „Magere Bergmähwiese“ - sei „von hohem Wert“, betonte Franz-Peter Ullmann, Fachreferent für Umweltschutz beim Landratsamt Bad Kissingen.

Der Kläger ist frustriert: Statt eines Grundstücks „hätte ich mir lieber Golfschläger kaufen sollen“, sagte er vor Gericht. Statt dessen hat der Imker vor einigen Jahren in der Nähe anderer Liegenschaften seiner Familie eine Wiese im Tal der “Oberen Steinach“ erworben, das derzeit von einem Landwirt als Rinderweide genutzt und bewirtschaftet wird. Jetzt will der Kläger nach eigenen Worten einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Wiese in ein Stück Laubwald verwandeln. „Ich habe das Grundstück aus ideellen Gründen gekauft und will dem einen Riegel vorschieben, was die Landwirtschaft mit dieser Fläche anrichtet“, so der Kläger. Die Wiese verwandele sich durch Beweidung und Bearbeitung immer mehr in einen Acker, seltene Blumen und Gräser wie Storchschnabel und Goldhafer seien dort gar nicht mehr zu finden.

Weil die untere Naturschutzbehörde ihr Veto einlegte, erhielt er vom Landratsamt nicht die erforderliche Aufforstungserlaubnis ...

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