Türkischer Vater bekommt Asylfolgeverfahren angerechnet – Tochter erhält Staatsbürgerschaft

Deutschland als Lebensmittelpunkt zu haben, seine Familie dort zu haben, sogar in Deutschland geboren zu sein, genügt nicht für die Erlangung der deutschen Staatsangehörigkeit. Staatsangehörigkeitsgesetz, sowie Asylverfahrensgesetz müssen vielmehr Beachtung finden.

Klage um Staatsangehörigkeitsausweis für in Deutschland geborenes Kind

Ein Ehepaar türkischer Staatsangehörigkeit gründete in Deutschland eine Familie und wollte für die Tochter die deutsche Staatsangehörigkeit erwirken. Dabei beriefen sie sich auf § 4 Abs. 3 Satz 1 des Staatsangehörigkeitsgesetzes. Doch nicht allein die Geburt im entsprechenden Land ist entscheidend für die Ausstellung eines solchen Ausweises, sondern ist von den Eltern abhängig. Lebt wenigstens ein Elternteil seit mindestens acht Jahren rechtmäßig im Inland und ist dessen Aufenthaltsrecht unbefristet, erhält das Kind gleich durch Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit. Der Vater des Mädchens hatte zur Zeit der Klage ein Asylfolgeverfahren hinter sich – mit erfolgreichem Ausgang ...

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