Kleiner (schwäbischer) Sozialrechtsschock am Nachmittag

Sozialrecht hat nur einzelne Berührungen mit dem Arbeitsrecht (sind wir froh drüber). Der berühmte Wegeunfall darf sich zu diesen Punkten rechnen.

Der Wegeunfall kann anders aussehen, als wir das so bisher kannten. In Schwaben allemal:

Man kann auf dem Weg von oder zur Arbeit sterben. Schlimm genug. An die Hinterbliebene/n zahlt die Unfallversicherung eine Hinterbliebenenrente.

Wenn der versicherungspflichtige Geschäftsführer auf dem Rückweg vom Steuerberater in die Firma ist, kann man noch von einem Wegeunfall ausgehen. Die Witwe wollte deshalb Rente.

Das LSG Baden-Württemberg hat das angelehnt.

Warum nur?

Nun, die Richter verwerteten den Sachverhalt. Da ist einmal die Todesursache: Der Tote ist verbrannt. Schlimm. Auf dem Rückweg vom Steuerberater. Verbrennen ist aber nun einmal die Todesursache, das ist zweifelsfrei grausam.

Es reicht aber nicht, um einen Wegeunfall abzulehnen. Wäre da nicht der Umstand, dass er zu diesem Zweck mit Benzin übergossen und angezündet worden wäre ...

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