Abofallen: Ein Gericht spricht Klartext

Es kann doch so einfach sein:
"Zwischen der IContent GmbH und dem Beklagten ist ein Abo-Vertrag für die Internetseite www.outlets.de nicht zustande gekommen. Entsprechend kann die Klägerin vom Beklagten die Kosten für das Abonnement auch nicht verlangen."
Das schreibt das Amtsgericht Gladbeck in seinem Urteil vom 18.10.2011, Aktenzeichen: 12 C 267/11. Geklagt hatte die ProPayment GmbH gegen einen Gladbecker, der die Kosten für die Abofalle nicht zahlen wollte. Und ist damit grandios gescheitert. Schön schon in einem der ersten Absätze, der erkennen lässt, dass mithilfe der IP-Adresse wohl kaum der Beweis zu führen ist, dass der Beklagte die Seite besucht habe. Zum Beweis hierfür sollte nämlich wohl ein Vorstandsmitglied der Telekom gehört werden. Dass ein Vorstandsmitglied der Telekom in der Lage sei, die entsprechende Auskunft zu erteilen, erscheine zweifelhaft, so das Gericht. Klar, denn die Daten werden regelmäßig von der Telekom nach 7 Tagen gelöscht, so dass eine Auskunft nach Ablauf dieser Zeit gar nicht mehr gegeben werden könnte. Auch und schon gar nicht durch den Vorstand der Telekom. Aber hierauf komme es sowieso nicht an, weil "der Beklagte, soweit er denn selbst die Anmeldung vorgenommen hätte, durch die irreführende Gestaltung der Internetseite auf die Kostenpflichtigkeit des Angebots nicht hinreichend hingewiesen worden" sei. Der Kostenhinweis sein nämlich nur sehr versteckt gegeben worden, wohingegen sich sonst "nur Hinweise darauf [fänden], was man alles sparen kann" ...Zum vollständigen Artikel


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