Schweres Kind als Umzugsgrund

Will ein Hartz-IV-Empfänger in eine teurere Wohnung umziehen, muss er auch einen vernünftigen Grund dafür haben – andernfalls braucht das Jobcenter nicht die vollen Unterkunftskosten zu übernehmen. Kann eine alleinerziehende Mutter ihr eineinhalbjähriges Kleinkind aus gesundheitlichen Gründen nicht in den 4. Stock ihrer Wohnung tragen, kann dies ein solcher sachlicher Grund für einen Umzug sein, entschied das Bundessozialgericht (BSG) am Donnerstag, 24.11.2011, in Kassel (AZ: B 14 AS 107/10 R). Letztlich entscheide jedoch eine „Kosten-Nutzen-Analyse“, ob die neue und teurere Unterkunft wirklich erforderlich ist, so der 14. Senat des BSG.

Im verhandelten Rechtsstreit hatte sich eine Hartz-IV-Empfängerin aus Freiburg nach der Geburt ihrer Tochter von ihrem Lebensgefährten getrennt. Da die Wohnung im vierten Stock lag, suchte sich die Alleinerziehende eine neue Unterkunft ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK