Der Lockruf des Vergleichs

Im Blog „Der Katzenkönig“ wird hier darüber berichtet, daß das anwaltliche Vergütungssystem den Anwalt dafür belohnt, wenn ein Vergleich zustande kommt, selbst wenn hierdurch im Ergebnis weniger Arbeit entstehen sollte als bei einer Fortführung des Verfahrens (und das ist keineswegs stets der Fall).

Mein persönlicher Eindruck ist, daß ein deutliches Streben hin zu einem Vergleich häufiger vom Gericht als von den beteiligten Anwälten ausgeht. Ein solches Vergleichsstreben kann auch durchaus sachgerecht sein und entspricht grundsätzlich dem Willen des Gesetzgebers.

Bisweilen treibt das Streben nach einem Vergleich allerdings skurrile Blüten.

In einem Klageverfahren stand dem Mandanten eine Klageforderung gemeinsam mit einem Dritten zu. Der Dritte wollte indes nicht klagen, so daß ich für den Mandanten Klage einreichte auf Zahlung an ihn und den Dritten „zur gesamten Hand“.

In dem Verfahren stellen sich nicht nur tatsächliche Fragen, die eine Beweisaufnahme erforderlich machen, sondern auch durchaus interessante Rechtsfragen. Dem Gericht war ersichtlich einiges daran gelegen, die Sache durch einen Vergleich zu beenden ...

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