BÜPF/VÜPF: "Staatstrojaner" künftig in beschränktem Masse erlaubt

Die revidierte Verordnung über die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (VÜPF) und die revidierte Verordnung über die Gebühren und Entschädigungen für die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (Gebührenverordnung ÜPF) wurden gestern durch den Bundesrat auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzt. Gleichzeitig legte der Bundesrat die Grundlagen für die laufende Revision des Bundesgesetzes betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BÜPF). Mit der Revision der VÜPF soll sichergestellt werden, dass auch die neuen Kommunikationsmittel zur Klärung von schweren Straftaten überwacht werden können. Die angepasste Verordnung klärt, welche Daten der Mobiltelefonie und des Internets von welchen Fernmeldedienstanbieterinnen (FDA) an die Strafverfolgungsbehörden auf Anordnung liefern müssen. So werden nicht alle Anbieterinnen, sondern nur Internetzugangsanbieterinnen verpflichtet (d.h. Anbieterinnen, die ihren Kunden einen Internetzugang respektive eine IP-Adresse zur Verfügung stellen). Reine Anbieterinnen (z.B. von Chat-, Blog- oder Communitydiensten) sowie private Betreiberinnen von Haus-, Firmen- oder anderen privaten Netzen (z.B. WLAN, WIFI in Bahnhöfen, Flughäfen, Restaurants oder Hotels) müssen keine Überwachungen ausführen. Wer in den Geltungsbereich der VÜPF fällt, ist grundsätzlich verantwortlich dafür, dass die Überwachung durchgeführt werden kann, muss aber die für die Überwachung nötige Infrastruktur nicht zwingend selber beschaffen und die Überwachung auch nicht selber durchführen. Er kann einen Dritten beauftragen oder sich mit anderen zusammenschliessen. Den Normadressaten wird eine Umsetzungsfrist von zwölf Monaten eingeräumt ...Zum vollständigen Artikel


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