Dank Jobcenter in die USA

Werden Schüler aus Hartz-IV-Familien wegen ihrer guten Leistungen und Engagements zu einem einmonatigen Schüleraustausch in die USA geschickt, kann das Jobcenter für die Kosten aufkommen. Dies hat das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel am Dienstag, 11.2011, entschieden (AZ: B 4 AS 204/10 R). Entscheidend sei, ob die einzelnen landesrechtlichen Schulbestimmungen dies zulassen.

Geklagt hatte ein Schüler einer Hartz-IV-Familie aus dem baden-württembergischen Ortenaukreis. Der Schüler besuchte die zwölfte Klasse eines Gymnasiums. Wegen seiner sehr guten Leistungen und seines sozialen Engagements in einem Nachhilfeprojekt wählte 2009 die Schule den Jungen für einen Schüleraustausch nach Arizona in den USA aus. Dort sollte er zusammen mit weiteren deutschen Schülern drei Wochen eine High School besuchen und eine weitere Woche an einer Studienfahrt durch die USA teilnehmen.

Die Kosten in Höhe von 1.650,00 € wollte sich der Gymnasiast vom Jobcenter des Landkreises Ortenaukreis erstatten lassen. Andernfalls könne er an der Klassenfahrt nicht teilnehmen. Die Behörde lehnte die Kostenübernahme ab. Der Schüleraustausch sei gar keine Klassenfahrt, da nicht alle Schüler einer Klasse oder Jahrgangsstufe daran teilnehmen. Hier reise aber nur eine ausgewählte Gruppe von Schülern in die USA ...

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