Gärten gegen die Spielsucht?

Gestern morgen führte ich ein kleines Gespräch mit einer Bankerin. In 10 Minuten Stoff für eine Reportage über Das Elend der Welt:

Sie erzählte mir, dass ihres Erachtens die Spielsucht die Gesellschaft verändern werde. Während sie früher am Tag bei ihren rund 30 Kunden ca 3 Lastschriftrückgaben wegen überzogenem Konto pro Tag gehabt hätte, seien es nunmehr eher 20 Kunden mit Rückgaben. Alles Spielsüchtige, die ihr Geld schon wirklich erfolgreich eingeteilt hätten, wenn der Monatslohn für die erste Woche reiche und nicht gleich am ersten Tag verpulvert werde.

Ihr Kreditinstitut habe jetzt entschieden, dass Kredite nicht mehr an Personen gegeben werden, die in den letzten Monaten auch nur einmal am Spielautomaten gesessen hätten, weil damit die Chance signifikant sinke, dass das Geld zurück gezahlt wird. Da die Automaten nicht mehr mit Münzen gefüttert werden, sondern mit der Scheckkarte, könne man das jetzt im Kontoauszug sehen…

Einer ihrer Kunden besitze einen Dönerladen mit einem Spielautomaten – aber eigentlich sei es doch eher ein Spielautomat mit Dönerladen drumherum. Denn der Spielautomat erwirtschafte in einer Woche genausoviel Gewinn wie der Dönerladen im Monat… Und der Oberbürgermeister von Karlsruhe wolle das ganze eindämmen, indem er die Spielsteuern für die Betreiber erhöhe, was angesichts dieser Gewinnspanne völlig zwecklos sei.

Mein Tag war viel zu voll, als dass mir die Geschichte bewusst hätte nachgehen können, erst heute morgen fiel sie mir wieder ein ...

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