BGH: DENIC muss Domainnamen bei eindeutigem Missbrauch löschen

In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall hatten verschiedene Unternehmen mit Sitz in Panama unter der Top-Level-Domain ".de" sechs Domainnamen registriert. Diese setzten sich aus dem Wort "regierung" und dem Namen der verschiedenen bayrischen Regierungsbezirke zusammen (zum Beispiel "regierung-oberfranken.de"). Der Freistaat Bayern nahm daraufhin die Domain-Registrierungsstelle DENIC als Störerin auf Löschung dieser Domains in Anspruch, da er sich hierdurch in seinen Namensrechten verletzt sah.

Sowohl das Landgericht als auch das Oberlandesgericht Frankfurt a. M. gaben der Klage statt. Die umstrittenen Domainnamen wurden daraufhin gelöscht und für den Freistaat Bayern registriert. In der Revisionsinstanz erklärte der Kläger den Rechtsstreit daher für erledigt. Die DENIC schloss sich dem jedoch nicht an, weshalb der BGH darüber zu entscheiden hatte, ob die Klage ursprünglich begründet war. Dies bejahte er und legte der DENIC die Kosten des Rechtsstreits auf.

Der BGH bestätigte hierbei grundsätzlich seine bereits im Jahre 2001 in der Entscheidung "ambiente.de" (BGH, Urteil vom 17.05.2001 - I ZR 251/99) getroffenen Feststellungen, wonach die DENIC nur eingeschränkten Prüfpflichten unterliegt ...

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