„Was haben Sie mir da hingeschmiert? Wir wissen doch beide, wonach das riecht.“

Schon etwas eklig ist dieser Fall, auf den ich bei einer Recherche nach anderen Entscheidungen bei Beck-Online gestoßen bin. Aber auch irgendwie kurios:

Der Angeklagte wird wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 7 Monaten verurteilt.

Der Angeklagte trägt die Kosten des Verfahrens.

Angewendete Vorschrift:

§ 223 Abs. 1 StGB.

Gründe:

I.

Der 50-jährige Angeklagte ist unverheiratet und hat keine Kinder. Mit einer in E. wohnenden Lebensgefährtin führt er eine Wochenendbeziehung. Der Angeklagte selbst wohnt in einer Gartenlaube.

Der Angeklagte besuchte zunächst die Realschule, die er mit dem Abschluss verließ. Anschließend erwarb er an einem Fachgymnasium die Fachhochschulreife und begann anschließend ein Studium der physikalischen Technik an der Fachhochschule Lübeck. Das Studium brach er nach sechs Semestern ohne Abschluss ab. In der Folgezeit verpflichtete sich der Angeklagte für zwei Jahre als Zeitsoldat bei der Bundeswehr. Anschließend war er als selbstständiger Kurierfahrer in H. tätig. Das Gewerbe gab er wegen Erfolglosigkeit wieder auf und wanderte zunächst für drei Jahre nach P. aus, wo er seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs bestritt. Nach der Rückkehr nach Deutschland verrichtete der Angeklagte vorübergehend bei dem Fährunternehmen TT Line verschiedene Tätigkeiten. Einer geregelten, längerfristigen Tätigkeit ging er auch in der Folgezeit nicht nach. Zuletzt lebte der Angeklagte von Verdiensten, die er mit einem selbstständigen Hausmeisterservice erwarb. Er beabsichtigt, auch diesen nunmehr wegen Erfolglosigkeit aufzugeben und einen Antrag auf Sozialleistungen zu stellen.

Der Angeklagte konsumiert regelmäßig Alkohol, vorwiegend Bier (ca. fünf bis sechs am Tag), daneben aber auch härtere Alkoholika (Schnaps) ...

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