Mandantin direkt durchreichen zur Kollegin - Familienrecht kann ich nicht ...

Heute morgen stand eine junge Dame vor der Kanzlei und fragte um anwaltliche Hilfe an (ja, manchmal gibt es auch bei uns Laufkundschaft!). Es stellte sich heraus, dass sie nach 19 Jahren von ihrem Mann geschieden werden wollte, von dem sie seit mittlerweile drei Jahren getrennt lebt. Soweit ich weiß, ist sowas für einen Familienrechtler recht bequem aber dennoch: ich habe keine Erfahrung im Familienrecht und meine Kenntnisse sind da auch eher marginal. Da ich der Dame bei Übernahme des Mandates bei meinen familienrechtlichen Fähigkeiten wohl eher schaden als nützen würde, habe ich ihr mitgeteilt, dass ich es nicht machen würde. Sie könne gerne wiederkommen, wenn sie Stress mit ihrem Arbeitgeber hat.

Aber man lässt ja niemanden im Regen stehen und kennt ja auch schließlich genug Kollegen, die auch was anderes machen als Arbeitsrecht oder die Sachen, die so zum Allgemeinrüstzeug jedes Jurastudenten gehören. Also schnell Anruf bei einer bekannten Kollegin, damit die das übernehmen kann. Im Ergebnis kann sie natürlich und wird es wohl auch.

Leider hatte ich sie nicht selber am Rohr, sondern ihre Sekretärin. Ich war erst überrascht, dass da plötzlich eine Sekretärin am Telefon war ...

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