Deliktsrecht

Tagtäglich verwirklichen sich unzählige Schadensereignisse - immer dann ist das Deliktsrecht nicht weit. Somit ist es in der Praxis höchst bedeutsam, was sich in der universitären Ausbildung praktisch kaum widerspiegelt. Das Werk von Kötz/Wagner will die Ausbildungslücke schließen und bezieht das oft vernachlässigte Schadensersatzrecht mit ein; behandelt also gleichermaßen die Haftungsbegründung und ebenso die Haftungsausfüllung. Das Lehrbuch unterrichtet aber nicht nur dogmatische Grundlagen und seine ökonomischen Funktionen, sondern schildert auch seine vielfältigen Ausprägungen im heutigen Fallrecht anhand von Beispielen aus der Rechtsprechung. Das Schadensersatzrecht ist gemeinsames Terrain von Vertrags- und Deliktsrecht und wird gerade deshalb in den Vorlesungen oft nur gestreift. Das ist umso bedauerlicher, als es sich um das tägliche Brot vieler Anwälte und Richter handelt. Auch im Übrigen verfolgt das Buch das didaktische Anliegen, die außervertraglichen Haftungsregeln nicht bloß als dogmatische Struktur, sondern als "law in action" zu präsentieren. Deshalb wird über den engeren Bereich des bürgerlichen Rechts hinaus das Sozialversicherungsrecht ebenso einbezogen wie das Recht der privaten Haftpflicht-, Schadens- und Personenversicherungen. Schließlich sind es diese, die der Deliktsrechtspraxis ihr Lebenselixier liefern; ihre Leistungen sind das "lifeblood of tort", wie es Gerhard Wagner anschaulich im Vorwort beschreibt. Wer einen schnellen Einstieg sucht, kann die ersten 45 Seiten erst einmal überspringen und sich direkt dem Aufbau der §§ 823 ff. BGB widmen (Kapitel E). Nach einem kürzeren Ausflug in die Haftung für das pflichtwidrige Verhalten von anderen Personen (z.B. Minderjährige oder Gehilfen) beschäftigt sich Kapitel H tiefgründig mit immateriellen Persönlichkeits- und reinen Vermögensinteressen ...Zum vollständigen Artikel


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