Welches Recht ist bei grenzüberschreitender Arbeitnehmertätigkeit anzuwenden?

Eigener Leitsatz: Wenn der Arbeitnehmer seine Beschäftigung in verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten ausübt, ist das Recht jenes Landes anzuwenden, in dem der Arbeitnehmer seine Pflichten gegenüber dem Arbeitgeber im Wesentlichen erfüllt.

Europäischer Gerichtshof Urteil vom 15.03.2011 Az.: C-29/10

�Übereinkommen von Rom über das auf vertragliche Schuldverhältnisse anwendbare Recht � Arbeitsvertrag � Rechtswahl der Parteien � Zwingende Bestimmungen des mangels einer Rechtswahl anzuwendenden Rechts � Ermittlung dieses Rechts � Begriff des Staates, in dem der Arbeitnehmer �gewöhnlich seine Arbeit verrichtet� � Arbeitnehmer, der seine Arbeit in mehreren Vertragsstaaten verrichtet� In der Rechtssache C‑29/10 betreffend ein Vorabentscheidungsersuchen nach dem Ersten Protokoll vom 19. Dezember 1988 betreffend die Auslegung des Übereinkommens über das auf vertragliche Schuldverhältnisse anzuwendende Recht durch den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften, eingereicht von der Cour d�appel de Luxembourg (Luxemburg) mit Entscheidung vom 13. Januar 2010, beim Gerichtshof eingegangen am 18. Januar 2010, in dem Verfahren Heiko Koelzsch gegen Großherzogtum Luxemburg erlässt DER GERICHTSHOF (Große Kammer) unter Mitwirkung des Präsidenten V. Skouris, der Kammerpräsidenten A. Tizzano, J. N. Cunha Rodrigues, K. Lenaerts und J.‑C. Bonichot, der Richter A. Borg Barthet, M. Ile�ič, J. Malenovský und U. Lõhmus sowie der Richterinnen P. Lindh und C. Toader (Berichterstatterin), Generalanwältin: V. Trstenjak, Kanzler: R. Şereş, Verwaltungsrätin, aufgrund des schriftlichen Verfahrens und auf die mündliche Verhandlung vom 26. Oktober 2010, unter Berücksichtigung der Erklärungen �von Herrn Koelzsch, vertreten durch P. Goergen, avocat, �des Großherzogtums Luxemburg, vertreten durch G. Neu und A. Corre, avocats, �der griechischen Regierung, vertreten durch T. Papadopoulou und K. Georgiadis als Bevollmächtigte, �der Europäischen Kommission, vertreten durch A.‑M ...

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