BAG billigt Sondertarifvertrag für Studenten

Arbeitgeber und Gewerkschaften können Sondertarifverträge für studentische Aushilfskräfte vereinbaren. Solche Tarifverträge sind grundsätzlich wirksam, heißt es in einem am Donnerstag, 17.11.2011, bekanntgegebenen Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) in Erfurt vom Vortag (AZ: 4 AZR 856/09). Als Konsequenz müssen Studenten möglicherweise diskriminierende Ungleichbehandlungen gezielt einzeln rügen. Weiter entschied das BAG, dass Arbeitnehmer sich nicht auf innergewerkschaftliche Unstimmigkeiten berufen können, wenn ein Tarifvertrag die Unterschrift des zuständigen Gewerkschafters trägt.

Der klagende Student arbeitete am Flughafen Frankfurt am Main. Er war der Gewerkschaft Verdi beigetreten und hatte gehofft, dadurch den regulären Tariflohn einstreichen zu können. Tatsächlich zahlte der Flughafen aber weniger und auch sonst galten abweichende Bedingungen. Dabei stützte sich Flughafenbetreiber Fraport auf einen ebenfalls mit Verdi abgeschlossenen eigenständigen Haustarif für studentische Aushilfskräfte.

Ohne Erfolg argumentierte der Student, die Sonderregeln seien diskriminierend und das Gleichbehandlungsgebot sei verletzt ...

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