Auf der Suche nach dem Endlager – (k)ein Ende in Sicht?

(c) Gerd Altmann / PIXELIO (www.pixelio.de)

Bis 2022, dem Jahr des endgültigen Atomausstiegs, ist es nicht mehr allzu lange hin. Umso erstaunlicher ist es, dass die Frage der Endlagerung immer noch nicht ausreichend geklärt ist. Natürlich hätte niemand gerne ein Endlager für Atommüll in seiner Nähe, weshalb die Landespolitiker den „Schwarzen Peter“ nur zu gerne hin und her schieben, denn wer möchte schon seine Wählerschaft vergraulen? Der Streit um Gorleben – als mögliches Atommüllendlager – hat bisher über die Jahrzehnte immer wieder Bürgergruppen mobilisiert und – fernab des politischen Streits – Unsummen von Geldern verschlungen. Ebenso blieb die Forderung, mögliche Alternativstandorte in Betracht zu ziehen, lange Zeit erfolglos; auf der anderen Seite hat Fukushima erst jüngst bewiesen, dass sicher geglaubte politische Bastionen von Einzelereignissen umgewälzt werden können und damit lediglich einen temporären Charakter aufweisen.

Gab es bisher eine weitgehende politische Blockadesituation, so scheint beim Thema Endlager nun ein Umdenken stattzufinden: Der Atommüllgipfel vom Freitag, zu dem Bundesumweltminister Norbert Röttgen eingeladen hatte und Vertreter der 16 Bundesländer erschienen, hat der Alternativlosigkeit von Gorleben als Endlager eine Absage erteilt. Beabsichtigt ist nun, dass Bund und Länder Alternativ-Lösungen für die Lagerung des atomaren Restmülls suchen. Wie weit dieser Kompromiss wirklich tragen wird, bleibt vorerst offen – haben an diesem Treffen doch nur die Ministerpräsidenten von Niedersachsen (McAllister) und Baden-Württemberg (Kretschmann) teilgenommen ...

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