Wir haben ihn als desinteressierten, motivationslosen Mitarbeiter kennen gelernt

Nichts ist geheimnisvoller als das Arbeitszeugnis. Jeder hat etwas dazu zu sagen. Es gibt sogar ein ganzes Portal: www.arbeitszeugnis.de. Benutzung auf eigene Gefahr.

Im Internet kann man auch sonst haufenweise (teils wilde) Theorien lesen, was diese oder jene Formulierung bedeuten solle. Das meiste ist – unüberprüfbarer Humbug. Der mittlerweile legendäre (und u.a. von mir selbst durchgeführte) Test am lebenden Objekt besteht darin, dass man zwei erfahrenen Personalern denselben Zeugnistext vorlegt, ihnen jede Kommunikation verbietet und nach 15 Minuten zu ihrer Bewertung des Zeugnisses befragt. Die Ergebnisse sind ernüchternd, vor allem, weil sie nie übereinstimmen.

Die wenigsten Zeugnisformulierungen sind zudem „justiziabel“. Die Rechtsprechung beschränkt sich überwiegend darauf, eine Struktur – widerspruchsfrei, einem bestimmten Aufbau folgend – anzuordnen. Das hält die Verschwörungstheoretiker nicht von neuen, innovativen Zeugnisklagen ab – diese vorsätzliche Justizbelästigung hat uns ja auch schon Regeln dazu beschert, ob man Zeugnisse falten darf (ja, aber nur zweimal) oder eine Gruß- und Dankesformel braucht (BAG: nein, aber strittig).

Solche Rechtsstreitigkeiten braucht kein Mensch, und die Menschheit insgesamt bringt man damit auch nicht vorwärts.

Dasselbe gilt für die neueste Volte. In der Entscheidung des BAG vom 15.11 ...

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