Rezension Strafrecht: Revision

Detter, Revision im Strafverfahren, 1. Auflage, Carl Heymanns 2011 Von RiAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl Das Revisionsrecht in Strafsachen auf weniger als 170 Seiten zuzüglich Sachverzeichnissen zusammenzufassen ist angesichts der ausufernden Rechtsprechung und umfangreichen Kommentarliteratur eine beeindruckende Leistung. Nachdem der Autor als Richter am BGH a.D. aber über den nötigen Blick für das Wesentliche verfügt, kann sich der Leser darauf verlassen, dass die Materie einerseits schnörkellos, andererseits pointiert präsentiert wird. Beinahe einem Kommentar gleich wird zunächst Allgemeines zum Revsionsrecht zusammengetragen, darunter zu den Förmlichkeiten der Einlegung der Revision. Hierbei überzeugen vor allem die Ausführungen zur Begründung der Revision, sowohl was die Abgrenzung zwischen Sach- und Verfahrensrüge betrifft, aber auch was im Speziellen innerhalb der Verfahrensrüge zu beachten ist. Die zahlreichen Fehlerquellen bis zur Fertigung einer ordnungsgemäßen Begründung der Verfahrensrüge werden nicht nur für den Praktiker ergiebig aufbereitet, sondern gerade Referendare können von dieser Form der Darstellung enorm für die Revisionsklausur profitieren. Im zweiten Kapitel widmet sich Detter den von Amts wegen zu prüfenden Verfahrensvoraussetzungen und Verfahrenshindernissen. Hierbei sind die Anforderungen an die Genauigkeit des Anklagesatzes unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des Großen Senats lesenswert herausgearbeitet worden, ebenso die Problematik der Bindungswirkung rechtskräftig festgestellter Tatsachen bei Aufhebung und Zurückverweisung. Das dritte Kapitel stellt den Schwerpunkt des Buches dar und beleuchtet Verfahrens- und Sachrüge im Detail ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK