Kulturförderung durch den Bund: “Peanuts” für die FDP

Karl Heinz Däke, Präsident des Bundes der Steuerzahler (BdSt), hat die Kulturförderung des Bundes in Teilen scharf kritisiert. Im Bundestagsausschuss für Kultur und Medien bemängelte er die finanzielle Förderung verschiedener Projekte und Künstler, die ohnehin populär seien und sich somit selbst finanzieren würden. Als Beispiel nannte er den Kinofilm „Inglourious Basterds“ und die Popgruppe “Tokio Hotel”. Die anschließende parlamentarische Auseinandersetzung hatte durchaus Unterhaltungswert – ganz ohne Förderung.

So habe der im Jahr 2009 erschienene Film „Inglourious Basterds“ des amerikanischen Regisseurs Quentin Tarantino eine finanzielle Förderung für die Produktion erhalten, bei dem man aber „von den Einnahmen nichts gesehen“ habe, so Däke. Die Produktionskosten des Films betrugen 70 Millionen US-Dollar. Eine annähernd so hohe Summe wurde laut STERN bereits am Premierenwochenende an den Kinokassen eingenommen. Aus dem Deutschen Filmförderfonds hatte laut Medienberichten Inglourious Basterds 6,8 Millionen Euro erhalten.

Ein weiteres Beispiel Däkes kam aus dem Bereich der Popmusik: „Ist es eine öffentliche Aufgabe, ein Konzert von Tokio Hotel in Tokio zu bezuschussen?“, fragte er.

Peanuts

Ein Abgeordneter der FDP-Fraktion entgegnete ihm mit der Begründung, dass er selbst jahrelang im Musikgeschäft tätig war: „Das sind Peanuts, was die bekommen haben. Das sind immer nur winzige Summen.“ Dem hielt Däke entgegen, dass in diesem Falle die „die Förderung wegfallen“ könne, „wenn das nur Peanuts sind“ ...

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