Erweitern und vertiefen: Recht im Kontext goes Verfassungsblog

Von Alexandra Kemmerer und Christoph Möllers

Der Strukturwandel der Öffentlichkeit ist kein Nullsummenspiel. Die virtuelle Öffentlichkeit im Netz lässt sich nicht gegen Fachzeitschriften, Monographien und Tagespresse ausspielen. Sie erweitert unsere Gesprächs- und Lernräume, bietet neue Möglichkeiten des Streits und der Selbstvergewisserung, ist Bar und Bühne. Hier lässt sich etwas lernen über die Verfassung des Staates und der Gesellschaft.

Trotz alledem waren ausgerechnet Juristen, denen die Geschichte des Rechts und seiner Wissenschaft seit je eine hohe Medienaffinität und publizistische Experimentierfreude bescheinigt, bislang sehr zögernd im Zugriff auf die Möglichkeiten des Web 2.0. Die Zahl der Blawgs, der juristischen Blogs, ist im deutschen Sprachraum überschaubar geblieben. Kaum anders als vor inzwischen sechs Jahren, als im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zum ersten Mal über dieses Phänomen berichtet wurde.

In Amerika liegen die Dinge anders. Das haben wir seit langem aufmerksam beobachtet, zuweilen beneidet und gelegentlich beschrieben. Wir haben, wie manch andere, gerätselt und spekuliert, warum auf der anderen Seite des Teichs die Blogosphäre so bunt und vielfältig floriert, ganz anders als „bei uns“. Und immer wieder einmal mit dem Gedanken gespielt, es selbst zu versuchen.

Maximilian Steinbeis hat derweil nicht lange gezaudert, sondern es einfach gewagt, das Bloggen ...

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