"Das ist ein Überfall. Geld her".

Und wieder neigt sich ein Tag derDunkelheit und somit seinem Ende zu. Und wieder gehen in allenHaushalten dank der Winterzeit zur Energieverschwendung Lampen an. Und wieder … . Immer wieder. Heute hatte ich mal (wieder) voreiner Strafkammer eine schwere räuberische Erpressung. Hört sich massiv an, ist aber nichtmehr und nicht weniger als ein „Überfall, her mit dem Geld“. So in der Art jedenfalls. Der Angeklagte hatte eigentlich garnichts Böses vor und schlenderte so die Straße entlang und entschloss sich dannkurz in eine Tanke einzukehren um dort Geld zu holen. Klar, nicht vom Automaten, sondernvon der Kassiererin. Ohne Geldkarte, sondern mit vorgehaltenem Messer und mitbösen, drohenden Worten. Das gab dann so erstaunliche €200,00. Hat sich von daher nicht wirklichgelohnt und der Angeklagte selbst könnte sich wohl für diesen Schwachsinnauspeitschen. Aber es ist halt passiert und dieUntersuchungshaft dauert ja auch schon ein paar Monate. Die Anklage warf dem Angeklagtenvor, ein Messer bei dem Überfall vorgehalten zu haben. Der Angeklagte aber selbst strittdie Anwendung eines Messer an und sagte es sei nur ein Holzstock gewesen. Wie es immer so kommt, kam es malwieder. Der Vorsitzende Richter wies aufdie Milderung hin die im Falle eines „Geständnisses im Sinne der Anklage, alsomit der Messeranwendung“ kommen würde und … der Angeklagte gestand. Komisch, wenn Verteidiger dieMandanten / Angeklagten derart „unterDruck“ setzen würden um eine Aussage zu bekommen, stand schon so mancherKollege wegen dem Vorwurf der – zumindest versuchten – Strafvereitelung vorGericht oder hatte zumindest ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft amHals. Daher ist jeder Verteidiger gutberaten, den Mandanten nie zu einem „Scheingeständnis“ oder wie man das nennenmag, zu raten oder ihn zu begleiten ...Zum vollständigen Artikel


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