Widerruf einer vorläufigen Immatrikulation = Exmatrikulation

Unter einem Widerrufsvorbehalt nach § 36 Abs. 2 Nr. 3 VwVfG versteht man auch die Einschränkung einer Immatrikulation als “vorläufig”.

Sind die Voraussetzungen der Immatrikulation noch nicht erfüllt, wie z.B. der Zulassungsbescheid, und werden auch nicht mehr erfüllt, so ist es zulässig, dass die Exmatrikulation eines nur vorläufig Immatrikulierten in einen Widerruf der Immatrikulation umgedeutet wird.

Das Verwaltungsgericht Hannover hatte in dem hier vorliegenden Fall zu entscheiden, ob der Antragsteller mit seinem Begehren um vorläufigen Rechtsschutz gegen die sofortige Vollziehung des Exmatrikulationsbescheides durchdringt. Der Antragsteller war aufgrund eines Beschlusses des Verwaltungsgericht Gelsenkirchen”Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen im Wege der einstweiligen Anordnung von der Stiftung für Hochschulzulassung vorläufig zum Studium der Humanmedizin bei der Medizinischen Hochschule Hannover (Antragsgegnerin) zuzulassen.

Bevor die Stiftung einen vorläufigen Zulassungsbescheid erließ, hat das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen die Vollziehung des erstinstanzlichen Beschlusses mit Beschluss vom 6. Oktober 2011 auf Antrag der Stiftung bis zur Entscheidung über die eingelegte Beschwerde ausgesetzt, weil sich die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen nach Einschätzung des Oberverwaltungsgerichts mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als fehlerhaft erweisen wird.

Der Antragsteller sprach nach Ergehen des stattgebenden Beschlusses des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen am 5. Oktober 2011 im Studentensekretariat der Antragsgegnerin vor und beantragte seine Immatrikulation für das Medizinstudium ...

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