Geldwäsche im Energiesektor: Gesetzgeberische Überdramatisierung?

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Um erst gar kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Dass es notwendig ist, Terrorismus und organisierte Kriminalität auch von der Finanzierungsseite her konsequent zu bekämpfen, das wird an dieser Stelle nicht ansatzweise in Frage gestellt. Nicht zuletzt die europaweit angelegte Phishing-Attacke im Bereich des Emissionszertifikatehandels im Jahr 2010 hat gezeigt, dass kriminelle Elemente auch den Energiebereich unterwandern, wenn sich dazu Gelegenheit bietet.

In Frage stellen kann man allerdings, ob der aktuelle Regierungsentwurf für eine Novelle des Geldwäschegesetzes (GwG) nicht bei einigen Aspekten, die auch die gewerbliche Wirtschaft betreffen, zu weit geht.

Die Bundesregierung plant, künftig (neben Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern) die gewerbliche Wirtschaft und damit auch alle (Energie-)Versorgungsunternehmen, ähnlich strengen Geldwäscheregelungen zu unterwerfen wie sie bereits für nach dem Kreditwesengesetz (KWG) lizensierte Energiehändler gelten. Verstöße gegen bestimmte Regeln sollen mit nicht unerheblichen Geldbußen geahndet werden können.

Nach der geplanten Neuregelung sind Versorger demnächst bei der Erbringung von Versorgungsleistungen insbesondere verpflichtet:

„zweifelhafte“ bzw ...Zum vollständigen Artikel


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