Verfolgung von Betäubungsmitteldelikten – Nur „Haudrauf“ oder mehr?

Den Verfolgern von Betäubungsmitteldelikten wird oftmals vorgeworfen, bei Betäubungsmitteltätern nur „draufzuhauen“. Dabei basiert die deutsche Drogenpolitik wie in vielen anderen Ländern auch auf vier Säulen: 1. Prävention, 2. Überlebenshilfe (Harm Reduction), 3. Therapie und 4. Repression. Die Strafverfolgung ist zwar grundsätzlich repressiv ausgelegt. Aber gerade das Betäubungsmittelstrafrecht beinhaltet auch Elemente der anderen Säulen, z.B. in den §§ 35 ff. BtMG (Therapie statt Strafe). Zudem werden präventive Ansätze verfolgt. Ein Beispiel dafür ist das deutsche Frühinterventionsmodell „FreD – Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten“, das in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag feiert.

FreD bietet jungen Drogenkonsumenten/innen, die mit illegalen Drogen (meist Cannabis) auffällig geworden sind, eine Kurzintervention zur Reflektion des eigenen Konsumverhaltens an. Das Projekt wird in Kooperation mit der Polizei und Justiz durchgeführt. Der Eindruck des Ermittlungsverfahrens soll dabei genutzt werden, die betroffenen Jugendlichen und Heranwachsenden zwischen 14 und 21 Jahren, die im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln auffällig geworden sind, zur Teilnahme an einem solchen FreD-Kurs zu motivieren. Die Intervention soll das Wissen der teilnehmenden Jugendlichen erhöhen (rechtliche Situation, Wirkungen und Risiken von Substanzen, Hilfeangebote in der Region) und zur Reflexion ihres Konsums motivieren und ggf. zur Änderung ihres Konsumverhaltens beitragen.

Seit dem Jahr 2007 wird FreD unter dem Namen FreD goes net fortgeführt ...

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