LG Frankfurt: Der Frankfurter Bierkönig-Fall - Erfolgreiche Anfechtung eines Erbvertrages

Die Entscheidung des LG Frankfurt vom 29.09.2011 (Az.: 2-05 O 30/11), die durch die allgemeine Presse ging, weist zwei für den Erbrechtler praxisrelevante Themen auf.

1. Sachverhalt

Der als "Frankfurter Bierkönig" bekannte Herr Bruno Schubert hatte mit seiner vorherigen Ehefrau einen Erbvertrag abgeschlossen, wonach er eine Stiftung zu seiner Alleinerbin einsetzt. Nun heiratete der verwitwete Erblasser erneut eine extrem jüngere Ehefrau, die er in einem späteren Testament zur bedingten Alleinerbin einsetzte. Die junge Ehefrau verklagte die Stiftung auf Anerkennung ihrer Alleinerbstellung und gewann.

2. Anfechtung wegen Übergehens eines Pflichtteilsberechtigten

Die neue Ehefrau ist pflichtteilsberechtigt. Daher konnte der Erblasser den Erbvertrag, also die Alleinerbeinsetzung zugunsten der Stiftung, anfechten. § 2079 BGB sieht als Anfechtungsrecht das Übergehen eines Pflichtteilsberechtigten vor. Die Besonderheit lag u.a ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK