Kuriose Rechtsfälle: Krankenpfleger als Leichenbestatter?

Darf ein Krankenpfleger nebenberuflich als Leichenbestatter tätig sein?

Über diese Frage hatte das Bundesarbeitgericht im Jahre 2002 (AZ: 6 AZR 357/01) zu entscheiden:

Der Kläger, der bei dem beklagten Krankenhaus als Krankenpfleger beschäftigt ist, möchte gerne eine Nebentätigkeit als Leichenbestatter ausüben. Er ist seit mehreren Jahren Gesellschafter eines Bestattungsunternehmens und übt für dieses Bestattertätigkeiten wie z.B. Trauergespräche, Einsargungen, Überführungen aus.

Das beklagte Krankenhaus vertrat allerdings die Ansicht, dass die Bestattertätigkeit nicht mit der Tätigkeit als Krankenpfleger zu vereinbaren ist. Daher forderte das Krankenhaus den Krankenpfleger auf, jegliche Tätigkeiten für das Bestattungsunternehmen einzustellen und lehnte einen Antrag des Pflegers auf Erteilung einer Nebentätigkeitsgenehmigung ab.

Das Arbeitsgericht hat der Klage auf Erteilung der Genehmigung stattgegeben, das Landesarbeitsgericht wies diese Klage ab. Auch die Revision des Klägers vor dem Bundesarbeitsgericht blieb ohne Erfolg:

“Die Nebentätigkeit als Leichenbestatter ist mit der vom Kläger arbeitsvertraglich geschuldeten Tätigkeit als Krankenpfleger nicht vereinbar. Als Krankenpfleger hat der Kläger für die Erhaltung von Leben und Gesundheit der ihm anvertrauten Patienten Sorge zu tragen ...

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