Verwaltungsgericht Stuttgart lehnt Eilantrag gegen die Errichtung einer Windkraftanlage in Ingersheim ab

(LEXEGESE) Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat mit Beschluss vom 27. Oktober 2011 den Eilantrag zweier Nachbarn (Antragsteller) gegen die Errichtung einer Windkraftanlage in Ingersheim abgelehnt (Az. 3 K 2974/11). © Gerd Altmann / pixelio.de I. Sachverhalt Der (beigeladenen) Energiegenossenschaft Ingersheim und Umgebung e.G. war am 13. Januar 2011 durch das Landratsamt Ludwigsburg unter nachträglicher Anordnung des Sofortvollzugs die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb einer Windkraftanlage (Nabenhöhe 138,38 m, Rotordurchmesser 82 m, Gesamthöhe 179,38 m) auf einem Grundstück der Gemarkung Ingersheim erteilt worden. II. Gründe Nach Auffassung es VG Stuttgart ist die angefochtene immissionsschutzrechtliche Genehmigung voraussichtlich rechtmäßig und verletzt nicht die Rechte der Nachbarn. Da es hier nur um eine einzelne Windkraftanlage und nicht um eine Windfarm gehe, habe es einer - gesonderten - Umweltverträglichkeitsprüfung nicht bedurft. 1. Schallimmission im vertretbaren Rahmen Ausweislich des von der beigeladenen Energiegenossenschaft im Genehmigungsverfahren vorgelegten Schallgutachtens werde beim Betrieb der genehmigten Windkraftanlage am Wohngebäude der Antragsteller ein Schallimmissionswert in Höhe von 35,6 dB(A) prognostiziert. Damit seien die Vorgaben der hier Anwendung findenden Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm - TA-Lärm - eingehalten. Der Immissionsrichtwert betrage danach tagsüber 60 dB(A). Für die Nachtzeit (von 22 - 6 Uhr) sei zugunsten der Antragsteller ein gegenüber den Vorgaben der TA-Lärm - 45 dB(A) - ein deutlich niedrigerer Grenzwert von nur 37,7 dB(A) festgelegt worden. Die von den Antragstellern weiter ins Feld geführte Problematik des Infraschalls unterhalb des Hörschallbereichs, der von Windkraftanlagen ausgehen könne, mache die Genehmigung ebenfalls nicht rechtswidrig ...Zum vollständigen Artikel


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