Impressumspflicht in der Schweiz ab 2012

Hinweis: Nachfolgenden Artikel verfasste ich ursprünglich als Gastbeitrag bei «startwerk.ch».

In der Schweiz gibt es bislang keine generelle Impressumspflicht für Websites, wie man sie beispielsweise in Deutschland als Anbieterkennzeichnung kennt. Im Frühling 2012 wird aber auch die Schweiz eine generelle Impressumspflicht für Websites, Apps und sonstige Online-Angebote («Elektronischer Geschäftsverkehr», E-Commerce) einführen.

Keine generelle Impressumspflicht in der Schweiz

Heute gilt lediglich für gedruckte Zeitungen und Zeitschriften eine ausdrückliche Impressumspflicht (Art. 322 Abs. 2 StGB). Andere Publikationen – auch Websites – unterliegen bloss einer Auskunftspflicht auf Anfrage hin.

Für Unternehmen und Unternehmer, die im Handelsregister eingetragen sind, besteht eine gesetzliche Firmen- und Namensgebrauchspflicht (Art. 954a OR), nicht aber eine Impressumspflicht. Im Recht des unlauteren Wettbewerb sind irreführende Angaben untersagt, doch besteht keine Verpflichtung zu Angaben über die eigene Identität (Art. 3 Buchst. b UWG).

Auch ohne generelle Impressumspflicht ist ein Impressum mit Angaben zur eigenen Identität für Website-und andere Online-Anbieter empfehlenswert. Transparente Kontaktadressen erlauben in vielen Fällen etwaige Probleme im direkten Kontakt effizient zu lösen anstatt kostspielig und zeitraubend den Rechtsweg beschreiten zu müssen. Für schweizerische Angebote, die sich (auch) an Benutzer in der Europäischen Union richten, ist ein Impressum üblicherweise heute bereits notwendig ...

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